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Frameseiten - keine Chance in Suchmaschinen?
Viele Webseiten sind mit Hilfe von sogenannten Frameseiten
gestaltet. Eine Frameseite ist eine Art Gerüst das aus
verschiedenen Platzhaltern besteht. Die Platzhalter werden
dann mit Webseiten gefüllt. So kann zum Beispiel eine
Frameseite einen oberen Platzhalter für das Firmenlogo
haben. Einen linken Platzhalter für die Navigation und
einen mittleren Platzhalter für den eigentlichen Inhalt.
Eine Frameseite ist eigentlich eine Webseite welche Unterwebseiten
beinhaltet. Für Suchmaschinen können Frameseiten
alles andere als vorteilhaft sein.
Warum benutzte man überhaupt Frameseiten?
Warum gibt es überhaupt Frameseiten? Zu
Beginn des Internets und Webdesign hatte man nur langsame
Internetverbindungen zur Verfügung. Webseiten
mussten leicht und klein sein und schnell angezeigt werden.
Langes Warten bedeutet ein angekratztes Image der Firma. Der
Besucher hat zu langsamen Webseiten bereits eine negative
Einstellung, bevor überhaupt Inhalt angezeigt wird. Mit
Frameseiten konnte man Webseiten so bauen, dass die
Navigation nicht bei jedem Klick neu geladen werden muss.
Die Navigation wird beim ersten Aufruf der Webseite in den
linken Platzhalter (das linke Frame) geladen und steht dann
dauerhaft zur Verfügung. Klickt ein Benutzer auf einen
Navigationspunkt, wird im mittleren Frame der eigentliche
Textinhalt angezeigt. Die Navigation bleibt stehen, man spart
so Ladezeiten, die Webseite wird schneller angezeigt.
Im Zeitalter von ADSL und Cableverbindungen
haben Frames eigentlich ausgedient. Webseiten baut man heute
aus einem Stück, mit Hilfe von Tabellen oder Ebenen.
Webpublisher oder Designer, die heute noch eine Webseite mit
Frames bauen, haben das Prinzip von Frames nicht erkannt.
Eine Webseite kann heute problemlos 100kb sein. Sie ist mit
ADSL innert 2-3 Sekunden geladen.
Nachteile von Frameseiten für Suchmaschinen
Damit Suchmaschinen eine Webseite erforschen
können, sind sie auf Links angewiesen.
Hyperlinks leiten die Suchmaschine von Seite zu Seite. Bei
Frameseiten fehlen diese Links meistens komplett.
Suchmaschinen können den Links nicht folgen, also werden
die Seiten auch nicht im Index bzw. in der Datenbank der Suchmaschine
aufgenommen. Einige Suchmaschinen versuchen trotzdem auf irgendeine
Art und Weise, Frameseiten zu indexieren. Sie folgen den Links,
welche eventuell im NOFRAME-Tag vorhanden sind oder folgenden
den ersten Unterseiten in den FRAME-TAGS. Früher oder
später landen die Robots oder Spider aber in einer Sackgasse.
Darum gibt es heute bereits Suchmaschinen, die auf die Indexierung
von Frameseiten komplett verzichten!
Nachteile von Frameseiten für Besucher
Ein Nachteil ist zum Beispiel das Ausdrucken
von Textinhalten. Möchte ein Besucher die komplette
Seite ausdrucken, muss er bei den Druckoptionen angeben, ob
er nur die einzelne Frames oder die ganze Frameseiten drucken
möchte. Oftmals entspricht der Ausdruck überhaupt
nicht der Ansicht im Browser.
Ein viel grösserer Nachteil ist
die Anzeige der Suchresultate in Suchmaschinen! Hat
nämlich eine Suchmaschine eine framebasierende Webseite
besucht, erscheinen oftmals nur die Unterseiten in den Suchresultaten.
Die wichtigsten Elemente wie Navigation und Firmenlogo fehlen,
weil die entsprechenden Platzhalter oder Frames nicht mitgeladen
werden. Der Besucher klickt eine solche Seite an und befindet
sich in einer Sackgasse. Er hat keine Navigation, nicht einmal
einen Hinweis, bei welcher Firma er sich befindet. Clevere
Benutzer löschen dann einfach im Browser Teile des Links
und gehen so zurück auf die Hauptseite. Die meisten Besucher
brechen jedoch den Besuch enttäuscht ab und klicken zu
Mitbewerber mit Webseiten ohne Frames.
Was ist die Lösung für Webseiten
mit Frames?
Damit Webseiten mit Frames in Suchresultaten
nicht benachteiligt werden, gibt es zwei Möglichkeiten
1. Die Webseite neu gestalten
Dies ist auf lange Sicht gesehen die beste Lösung.
Man baut die ganze Webseite in der Grundstruktur neu ohne
Frames, nur mit Tabellen oder Ebenen. Der Inhalt kann dann
einfach in die neue Struktur kopiert werden. Das investierte
Budget zahlt sich auf jeden Fall aus. Die Besucher finden
eine vollständige komplette Webseite vor, egal wo geklickt
wird. Suchmaschinen können jedem Link folgen und indexieren
die Webseiten komplett.
2. Seiten vorschalten, wichtigste Elemente
einbauen
Eine zweite Lösung ist das Vorschalten
einer nicht framebasierenden Seite. Diese verfügt meistens
über einen kurzen Willkommenstext sowie einen Link auf
eine Sitemap. Die Sitemap zeigt eine Übersicht aller
vorhandenen Unterseiten und Linkt auf diese eigentlichen Inhaltsseiten.
Wichtig ist bei dieser Lösung, dass die Unterseiten über
eine minimale Navigation verfügen, damit der Besucher
immer zur Hauptseite zurückfindet. Der Einbau einer Fusszeile
hat sich hier bewährt. Mit Hilfe eines JavaScript können
die fehlenden Navigations-Frames auch nachgeladen werden.
Dies funktioniert aber nur, wenn der Besucher JavaScript auch
aktiviert hat.
Ein ähnliches Problem stellt sich bei Webseiten
mit Flash. Lesen
Sie dazu den entsprechenden Artikel.
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